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Alkofen und seine Kirche
 
Alkofen liegt südlich von Regensburg zwischen Saal a. d. Donau und Bad Abbach links und rechts
von der B 16.  Es ist die kleinste der Filialgemeinden der Pfarrei Teugn.
   
Im Mittelalter  stand an der Donau nur ein großer Hof, der zum Kastenamt Kelheim und zur dortigen Pfarrkirche
zehentpflichtig war. Daneben stand eine Kirche, die nach der Überlieferung zwei Türme gehabt haben soll und
dem Hl. Nikolaus geweiht war. Das ist nicht ungewöhnlich, da Nikolaus der Patron der Schifffahrt ist.
Die Nikolausfigur in der jetzigen Kirche wurde in der Zeit um 1490 geschaffen und dürfte aus der ehemaligen
Kirche stammen.

Die vielen Überschwemmungen vertrieben jedoch die Bewohner des Hofes und sie siedelten sich weiter rückwärts
auf hochwasserfreiem Gelände an, vielleicht um 1700.
Auch die Kirche trug man ab und baute sie neu an der
heutigen Stelle auf. Die Bauweise und die Einrichtung dieses Kirchleins gehört dem Stil nach zum Anfang des
18.
Jahrhunderts.
 
1803 drohte der Kirche Alkofen offenbar der Abbruch, da sie als „überflüssig“ eingestuft wurde.
Diesem Schicksal entging dieses Kirchlein nur durch Privatinitiative der dort wohnenden Menschen.
Dabei  bestand Alkofen damals 1835 nur aus 3 Häusern und 27 Bewohnern, die eng verwandt  waren.
1803 waren es wahrscheinlich weniger.  Ihr Sprecher war ein gewisser Bauer Aman. Diese drei Anwesen
empfanden sich eher als eine Familie und fühlten sich als politische Gemeinde Alkofen und übernahmen
die Verpflichtung des Unterhalts „ihrer“ Kirche. Sie verstanden sich sogar als „Eigentümer“ der Nikolauskirche,
auch wenn dies juristisch nicht unbedingt der Fall war. Die übernommenen Verpflichtungen gegenüber
der Kirche wurden dadurch belohnt, dass jede Woche einmal in Alkofen eine Messe gefeiert wurde,
damit  auch „die Ehrwürdigkeit und die Heiligkeit dieses Hauses bewahrt bleibt“

1894  bekam Alkofen auch einen wirtschaftlichen Aufschwung durch die Niederlassung einer Zementfabrik
auf der Alkofener Flur.  Die Rohstoffe kamen aus Kapfelberg, die Erstverarbeitung geschah in Alkofen,
die Weiterverarbeitung in Saal. Es gab eine Drahtseilbahn von Kapflberg über Alkofen nach Saal.
Die Einwohnerzahl  in Alkofen stieg auf 142.

1911 wurde der immer noch eher familiär geprägte Ort Alkofen (3 Bauernhöfe) nach Lengfeld eingemeindet,
die Baulast aber trug nach wie vor die „Ortsgemeinde“(Alkofen).

1935 kamen die Kreuzwegtafeln in die Kirche.
Vom 22.9.1949 bis 24.11.1954 gab es ein Kinderheim in Alkofen.
Heute trägt die Baulast für die Nikolauskirche der Markt Bad Abbach.
Alle Monate findet zur Zeit ein Gottesdienst in der Kirche statt.
Hier einige Bilder von der Kirche innen:
 
Der Hochaltar  mit dem Hl. Nikolaus von Myra
         
Ansicht vom oberen Teil des Hochaltares  mit dem hl. Bischof  Benno
 
       
links  und rechts vom Hochaltar sind Türen - fast wie bei einer Ikonostase in der orth. Kirche
 

                     

                                                     (Großansicht)

  Einige figuren in der Kirche: Nikolaus(rechts)        Schwarze Madonna mit Kind(links)              Josef(rechts an der Seite)

 

 

Kreuzwegstationen in der Kirche - links mit dem großen Kreuz
 
Zwei Bilder im hinteren Teil der Kirche: Konrad von Parzam              und Maria mit dem Kind
 
  Die Glocken von Alkofen müssen noch mit der Hand gezogen werden....               rechts hinten das Weihwasserbecken
 
(Das Bildstöckl am Tor der heutigen Kirche zeigt
ein Kreuz, auf der Rückseite ein Wappen mit Spaten
und Schild und der Jahreszahl 1604. An den Seiten
kniet  je eine Frau mit Faltenmantel. Vermutlich
stand dieses Bildstöckl an anderer Stelle.


Den Schlüssel gibt es bei einem der Höfe neben der Kirche

                                   
(Quelle für diese kleine Zusammenfassung:
Chronik der Pfarrei Teugn-Lengfeld I-III aus den Jahren 1978-1989
Herausgegeben von Pfarrer Robert Hegele)
(wie auch aus den Archivaufnahmen/Beschreibungen der Diözese Regensburg)
(letzte Änderung 17.1.2012)